Nachdem ich von eBay einen betagten HP-Plotter für kleines Geld erstanden hatte mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen daß mich irgendeine obskure Schnittstelle aus dem Plottergehäuse höhnisch anlachte. Nun, zwar ist mein PC wie jeder mit reichlich Kommunikationsmöglichkeiten gesegnet doch vor dieser "neuen" (genaugenommen sehr sehr alten ;-) Schnittstelle mußte er kapitulieren.
Was tun? Nach einigem Suchen im Internet fand ich heraus daß es sich hierbei um eine Schnittstelle nach dem IEEE 488-Standard handelt, Baujahr 1965. Weiterhin gibt es diverse Konverter, PC-Steckkarten und Kabel dazu zu erwerben. Leider ist man für derlei Luxus schnell über hundert Euro los und selbst wenn man es gebraucht über eBay ersteigert liegt man für Karte + Kabel schnell über dem was man für den Plotter selber hingeblättert hat.
Ergo, eine einfachere Lösung muß her! Die Kernfrage, die sich stellte, war - geht es womöglich ganz ohne Elektronik/Einsteckkarte? Die Antwort hierauf lautet: Ja! Es geht!
Nach vielerlei Plag und Mühsal sowie wälzen von Unmengen Literatur hatte ich endlich die Lösung: PLOT488.ZIP
Einfach entpacken und Readme-Datei durchlesen. Schon klappts auch mit dem Plotter ;-)
Nachtrag: Oft wurde ich gefragt, ob es auch eine Möglichkeit gibt, direkt aus MS-Windows-Anwendungen heraus zu plotten, sprich über einen Druckertreiber. Mithilfe des Programmes Redmon konnte ich dieses Problem lösen, ohne mein Programm neu zu schreiben. Hier ist der Link für das verbesserte PLOT488 (ausführliche Installationsanleitung steht in README.PDF): PLOT488Plus.ZIP